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21. Dezember 2011

Kurz vor Weihnachten im Buchladen

„Kann meine Frau den Roman umtauschen, wenn ihr der Schluss nicht gefällt?“

Zu Weihnachten werden wieder viele Bücher verschenkt. Anders als Geschenkartikel wie Socken oder Oberbekleidung kann man Romane bei Nichtgefallen aber nicht umtauschen. Der Leser aus der Buchhandlung greift einen entscheidenden Teil des Romans heraus, der auch bei Verlagsentscheidungen eine wichtige Rolle spielt: den Schluss.

Wie viel heile Welt braucht die Seele von LeserInnen?

Zum Fest der Liebe werden wir mit Filmen bombardiert, die ein tief verwurzeltes Bedürfnis nach Harmonie und Versöhnung bedienen. Und auch für Bücher gilt – wenn auch in einem anderen Ausmaß -, dass das Gute siegen muss. Da sind sich LeserInnen und Verlage einig. Auch wenn die Realität ganz anders aussieht.

Kürzlich habe ich den Romanentwurf eines Nachwuchsautors gelesen, ein echter Nail-Biter, ein Agententhriller: gut motivierte Charaktere, klare Ziele, viel Spannung, viel Action, alles gut angelegt, als Leser folgt man der Handlung gern – und am Ende: Alle tot. Was realistisch ist. Dumm gelaufen.

Aber will ich das? Als Leserin? Oder möchten wir nicht doch, dass am Ende alles gut wird, auch wenn das eigentlich nicht möglich ist? Oder, wenn nicht alles, so doch zumindest ein großer Teil?

Zu Weihnachten wünsche ich mir Schlüsse

Und zwar Romanbeispiele, am liebsten natürlich Spannungsliteratur, wo LeserInnen zufrieden sind, obwohl am Ende nicht alles perfekt in Harmonie versinkt.

Schicken Sie mir Ihre Meinung. Gerne hier, direkt in der Kommentarfunktion.

Und jetzt: Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch allen Leserinnen und Lesern!

 

 

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  © Ulrike Rudolph » www.autorin-rudolph.de » IMPRESSUM